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Cafehäuslers Gedichte-Sammlung, 1. Buch



- Moderator schrieb am 08.02.2005: -

Auf Wunsch können interessierte Cafebesucher an dieser Stelle gemeinsam mit Gleichgesinnten ihre eigenen Gedichte in loser Reihenfolge entwickeln und niederschreiben; vielleicht fällt das auf diese Art und Weise weniger schwer als - exponierter - unter der Rubrik „Ihr Text“.

Auch Ihre Lieblingsgedichte fremder Autoren können Sie in diesem Zusammenhang der stetig wachsenden Cafe-Anhängerschar vorstellen, wobei – wir wollen den Hinweis nicht versäumen – hierzu die Möglichkeit auch unter der Rubrik „Ihre Favoriten“ besteht.

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- Günter Kirstein schrieb am 15.02.2005: -

SEKUNDEN

Zwar vergangen, noch ehe recht angefangen
Doch nur durch sie ist die Ewigkeit zu erlangen
Nicht zu kurz, um alles zu beenden
Lang genug, um alles zu wenden
Meist längst zerronnen,
Bevor wir uns besonnen.






- Günter Kirstein schrieb am 18.02.2005: -

TAGE

Wie lang der Tag, der uns geschenkt
Von uns bestimmt, von Gott gelenkt
Zur Gabe wird er durch das Tun
Ob wir dienen oder ruh`n.

Jeder Tag, der uns gespendet
Ob genutzt oder verschwendet
Jeden dürfen wir nur einemal leben
Wir wissen nicht, wie viele uns gegeben.






- Ulla Bach schrieb am 20.02.2005: -

Lebenskreis

Früh morgens wache ich auf,
mit frühstücken beginnt der Tagesablauf.
Betten machen, Tiere füttern und saugen,
Treppe rauf, Treppe runter, Zimmer rein- und rauslaufen.

Geschirr spülen, schwitzen und kochen,
auch ist das Papier für die Akte zu lochen.
Kinder schreien nach der Mama,
und wer ist für mich da?

Mein Mann kommt abends heim
und schaut in den Kochtopf rein.
Mein Liebes, was gibt es heute?
Ich rufe zusammen die Meute.

Immer das Gleiche, tagein, tagaus -
ich will mal hier raus!
Wie schnell bin ich alt,
und meine Hände werden kalt.






- Ulla Bach schrieb am 20.02.2005: -

Das Fenster


Das Fenster zu öffnen mit Leib und Seele,
ist nicht leicht – zugegeben.
Hinter dem Horizont die große Weite.
Wer braucht sie schon?
Ich fliege davon.

Ich fliege durch das Fenster.
Meine Gedanken sind so neblig wie Gespenster.
Ich habe Angst.
Wer kann so fliegen?
Möchte mich an Mutters Brust wiegen.

Fenster schließen mit aller Kraft,
fühlen, schmecken, lachen, weinen – all dies zusammengerafft.
In den Zeilen ist alles leicht.
Leben eingehaucht mit Zärtlichkeit und Sinn,
welch herrlicher Beginn!

Fenster auf, Fenster zu.
Keine Ruh’.
Ich möchte schreiben, malen können.
Im Innern zerrissen und außen heiter;
Wir machen weiter!





- Ulla Bach schrieb am 20.02.2005: -

Ärger


Welch ein Ärger hier und da,
ohne wäre es wunderbar.
Und im gleichen Atemzug:
hätten wir doch nichts zu tun.

Ärger macht uns nur älter,
die Stimmung eskaliert und wird kälter.
Wie schön ist Frohsinn und Heiterkeit,
da ist auch das Wohlbefinden nicht weit.

Doch der Mensch ist selbst verantwortlich,
wenn es ihm nicht gut geht ordentlich.
Was soll das Grübeln und Gezeter:
so kommt er nicht weiter, Meter um Meter.






- Ulla Bach schrieb am 20.02.2005: -

Gemeinsam einsam


Einsamkeit ist ein tiefes Loch,
es gräbt dich weiter und weiter nach unten.
Der Graben ist tief und schmerzt,
du fühlst es in deiner Brust.

Jeder/n Herzschlag hörst du,
ansonsten nichts.
Das Radio, der Fernseher?
Sie geben keine Antwort.

Auch zu zweit oder auf dem Bahnsteig,
allein bist du immer.
Selbst viele Menschen um dich,
du spürst keine Lust zu reden.

Einsamkeit tut gut?
Lass’ es auf dich wirken.
Danach fühlst du dich befreit,
wenn du sie akzeptierst.

Damit umzugehen, kannst du lernen,
doch leicht ist es nicht.
Tief drinnen in der Brust,
der Mensch kann was erleben!








- Ulla Bach schrieb am 20.02.2005: -

Stille


In der Ruhe liegt die Stille,
Stille in mir drin;
das Bedürfnis ist der Wille,
wo geht’s denn hin?

Einst Bestreben, dann und wann,
im Mensch pulsiert die Zeit.
Zunächst Euphorie, aber dann!
Die Natur ist nicht weit.

Der Adler fliegt seine Runden,
die Uhr tickt, die Zeit zieht vorbei.
Ich genieße meine Stunden.
Hektik ist mir einerlei.






- Ulla Bach schrieb am 20.02.2005: -

Wie ein Sprung ins kalte Wasser


Wie ein Sprung ins kalte Wasser –
ich fühle mich am Beckenrand stehn;
hurtig, hurtig, ein Schritt weiter,
wo ist das Problem?

Tapfer bin ich, voller Elan.
Auch Befürchtungen melden sich.
Das kalte Wasser rührt mich nicht.
Weiter, weiter, ich berühre dich.

Warmes Wasser, oh, das ist schön.
Schwimmen an der Oberfläche.
In der Geschichte werde ich mich wieder sehn,
ich fürchte keine dunklen Nächte.

So steht es geschrieben Blatt für Blatt,
was aus meinem Leben ist geworden.
Sag es doch mit einem Satz,
sag es, sag es, der Beckenrand hat mich umworben.








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